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Der Tod der Katze

Grundsätzlich bin ich kein Freund von Prokrastination - mit einer Ausnahme: Schrödingers Katze. In Situationen wo die Chance recht groß ist die Katze zu killen wenn man den Deckel hebt, schiebe ich das ganz gerne mal auf. Ich habe jetzt seit einigen Jahren einen echten Intelligenztest vor mir hergeschoben. Einerseits ließen die Ergebnisse aus Selbsttestbüchern und Internettests vermuten, dass es für die Hochbegabung reichen müsste (>130), andererseits weiß man ja nie. Weil mir Mensa aber als so ziemlich letzter Weg erschien mal mit seelenverwandten Menschen in Kontakt zu kommen blieb mir nichts anderes übrig als da den Test zu machen. Jetzt war das ganze recht kurzfristig und noch dazu gab es in der Firma eine ziemliche Katastrophe und zwei 80-Stunden-Wochen ohne Wochenende hintereinander sind jetzt nicht gerade die ideale Testvorbereitung. Beim Test selbst funktionierte die Organisation nicht und ein Flur mit improvisierten Tischen ist auch nicht gerade die ideale Umgebung. Kurz und gut, das Ergebnis (126) hat die Katze recht spektakulär gekillt.

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"Ergebnis: unklar"

wegen eines Kommentars auf meinem Youtube-Vlog bin ich hingegangen und habe mir meinen Persönlichkeitstyp nochmal näher angesehen. Ich sehe mich nach wie vor als INTJ, aber da gibt es mehr ... die Ergebnisse für den Funktionstest auf similiarminds.com waren - interessant um das mal so zu sagen:

similarminds function test

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Introverted Intuition Teil 2

Das hier wird ein spontaner kurzer Beitrag: Was die Funktionen angeht, ist das ja der Teil des MBTI bei dem ich am meisten skeptisch war. Da die Big Five und damit die vier Persönlichkeitsfaktoren des Jungschen Modells (plus Neurotizismus) in der offiziellen Wissenschaft mittlerweile verankert sind, sind die Funktionen immer noch umstritten. Andererseits habe ich eben wieder gemerkt, das es Introverted Intuition wirklich geben muss. Wenn ich etwas baue, habe ich entweder einen Geistesblitz und entwerfe sozusagen auf dem Bierdeckel ein Design was dann "nur noch" umgesetzt werden muss. Andererseits war ich jetzt etwas am Verbessern wo ich erstmal nur eine vage Vorstellung hatte wie - und dann gehe ich unbewusst langsam in kleinen Schritten vor, halte auch mal inne und warte auf die Ideen. Das ist völlig untypisch zu anderen Handwerkern deren Motto lautet "erst schrauben, dann denken" und die damit oft viel schneller sind. Aber gerade bei Vorgängen die so einfach nicht rückgängig zu machen sind (Löcher sind viel schneller gebohrt als wieder zugemacht) und der Anforderung einer neuen, besseren Lösung muss man der Intuition einfach Zeit zum Wirken geben, da diese im Unterbewusstsein stattfindet. Ich stand zwar auch schon in der Situation, einem Kunden erstmal erklären zu müssen warum ich das Problem erstmal untätig anstarre während die Zeit (und damit der Arbeitslohn) tickt, aber es ist verdammt viel Wert wenn man danach genau weiß, welche Schritte die besten sind und was das jeweils optimale Werkzeug für diese Schritte ist. Ich kann schnellen Murks einfach nicht ausstehen.

Sapiosexuell ... oder so ähnlich

ich schreibe diesen Blog ja auch, weil INTJs mehr oder weniger mit den gleichen Problemen konfrontiert sind, wenn es um die Interaktion mit der Welt geht. Da ich regelmäßig als hardcore-INTJ teste, so mit Werten oberhalb der 80% und ja noch dazu den Fluch der Hochbegabung trage, bin ich fast schon so was wie ein Freak unter den Freaks. Am schmerzhaftesten ist das bei der Partnersuche zu spüren, wo ich - welch Überraschung - bislang keinen Erfolg hatte. Personalityhacker sagen in ihrem Podcast eine ganze Reihe sehr interessanter Dinge über INTJs, die für mich als Archetyp auch so zutreffend sind. Unter anderem das Modell eines Exoskeletts, das der INTJ zum Schutz seines Innenlebens ausbildet und das sich bei jeder Häutung erneuert. Dieser letzte Schub hat bei mir sehr viel in Richtung Selbsterkenntnis gebracht, und genauso ist es absehbar, dass eine Beziehung der Persönlichkeitsentwicklung in dieser Richtung einen enormen Schub gibt, noch viel schlimmer weil das seit vielen Jahren überfällig ist.

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Warum kann keiner seine Arbeit richtig machen?

Als INTJ hat man es im Berufsleben nicht einfach. Der Respekt vor Autoritäten ist von sich aus erst einmal gar nicht vorhanden, da sich diese Autoritäten den Respekt erst verdienen müssten. Deshalb ist die normale Karriereleiter oftmals nicht der Weg zum Erfolg. Genauso ist die heutige Berufswelt derartig spezialisiert, dass jeder einzelne Job nur noch sehr wenig Bandbreite an Abwechslung besitzt - ganz allgemein gesprochen.

Insofern kommt es meiner Persönlichkeit und meinen Fähigkeiten sehr entgegen, in einer kleinen Firma mein eigener Chef zu sein und so maximale Abwechslung und Freiheit genießen zu können. Der Preis liegt dann in der Verantwortung, die man zu tragen hat. Was mich dabei nur als Enneagramm 5-1 am meisten frustriert ist die Tatsache, dass bei sehr vielen Dingen, die man dann doch delegiert - man kann nicht alles selbst machen - die zurücklaufenden Ergebnisse nun einmal ganz und gar nicht dem entsprechen, was man selbst an dieser Stelle von sich erwarten würde. Und wenn die anderen schon Mist bauen, nicht einmal dazu stehen und alles dafür tun die Trümmer wegzuräumen. Was dann in logischer Folge heißt, dass ich in solchen Zeiten fast nur noch am Krisenmanagen bin und sozusagen einmal als Tatortreiniger den Mist anderer Leute wegmache und dann am Ende doch die ursprünglich delegierte Aufgabe selbst mache um das gewünschte Ergebnis zu bekommen.

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INTJ-freie Zone

Manchmal geben einem auch gerade die kleineren Vorkommnisse im Leben einen Einblick davon, wie allein man als INTJ in dieser Welt mit 98% nicht-INTJs ist. Als ich meine Pizza abholen wollte, saß am Tisch eine Gruppe aus meiner Kleinstadt: vier Geschäftsinhaber, ein Lehrer und ein Tierarzt. Also eigentlich eher gehobenes Niveau. Sie diskutierten die gewalttätigen Demonstrationen rund um den G20-Gipfel in Hamburg und dass diese so eskaliert seien. Das war so lautstark, dass ich es mir nicht verkneifen konnte mich einzumischen und eine Zwischenfrage zu stellen. Ich hatte nämlich in der Onlineausgabe der SZ gelesen, dass die Polizei (respektive der Einsatzleiter) mit ihrer Strategie an der Eskalation mitbeteiligt war. Die Quelle ist seriös und die dort vertretene Meinung nachvollziehbar. Die ganze Wahrheit lässt sich sowieso nicht in einen Satz packen. Was aber mal wieder typisch Nicht-INTJ ist, war die Reation am Tisch: Mein Argument wurde direkt niedergekämpft, weil eben die Autonomen die Bösen und die Polizei die Guten sind. Auch mein zweiter Einwurf: "Zu einer Eskalation gehören immer zwei" erlitt das gleiche Schicksal.

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Die grauen Herren oder der Kampf gegen die Zeit

Wer kennt sie nicht, die grauen Herren aus Momo von Michael Ende? Im Grunde genommen kommt man an dem Zeitproblem nicht vorbei, jedenfalls nicht mit meinen Charaktereigenschaften.

Während andere Menschen sehr gut im prokrastinieren sind, geht das bei mir bis auf ein paar Ausnahmen gar nicht. Wenn etwas gemacht werden muss, will ich das nach Möglichkeit sofort erledigt haben, damit ich meine Aufmerksamkeit woanders hin lenken kann. Außerdem stehe ich morgens auf mit einem Plan, was ich bis zum Abend erledigt haben will.

Das ganze entwickelt sich aber nun jetzt zu einem regelrechten Teufelskreis: Wenn etwas mehr Arbeit ist als gedacht will ich es aber trotzdem fertigmachen, andere Dinge auf der Liste aber auch und so zieht sich meine Aktivität bis spät in die Nacht, so bis 2 Uhr oder so. Am nächsten Morgen fällt das Aufstehen dann schwer, so dass ich eben erst später in die Pötte komme. Es fällt eben schwer zu akzeptieren, das man als Mensch eben seine Ruhezeiten braucht und jeder Versuch hier herumzutricksen entweder ausgemacht schädlich ist oder eben hintenrum wieder zurückkommt. Was nur nervt sind die Frühaufsteher, die mich erst um 10 Uhr sehen und meinen, ich würde auf der faulen Haut liegen weil die schon am Nachmittag gehen und gar nicht sehen, was ich alles Nachts und am Wochenende arbeite.

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Introvertiert und Geschwätzig

Im Zuge einer gründlichen Selbstanalyse war es nicht zu übersehen, dass INTJ und eine sagenhaft niedrige Interpersonelle Intelligenz ihre Spuren in meiner Persönlichkeit hinterlassen haben, also das was allgemein als "Emotionale Intelligenz" bezeichnet wird, bei mir nur rudimentär ausgebildet ist. Andererseits kompensiert sich das durch Ni, also die hohe Aufmerksamkeit, Beobachtungsgabe und Merkfähigkeit. Ich mag mich zwar in andere Menschen nicht einfühlen können, lesen kann ich sie schon. Was ich nun beobachtet habe, ist eigentlich ein krasser Gegensatz zwischen scheinbarer Theorie und Praxis. Eigentlich sollte eben alle Menschen mit hohem EQ und Extrovertierte sowieso auch sehr offen und kommunikativ auf andere Menschen zugehen. Fakt ist aber, das das so definitiv nicht stimmt. Und bei mir ist offensichtlich: Obwohl ich das genaue Gegenteil bin und mir unter Menschen sehr schwer tue, bin ich offen und kommunikativ wie die Hölle, um nicht zu sagen geschwätzig und fast ohne Hemmungen, persönliches preiszugeben. Sonst würde ich diesen Blog hier wohl nicht schreiben.

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Selbstdisziplin

Ich habe jetzt keine Ahnung, ob das INTJ-spezifisch ist, aber Erfolg ist im Normalfall an ein gewisses Maß an Selbstdisziplin gebunden. Sei es bei der Lösung eines Problems oder beim Erreichen von gesetzten Zielen vor dem gesetzten Termin, in jedem Fall ist die persönliche Einstellung wichtig. Dies haben meine Eltern von Anfang an bei der Erziehung erkannt und nie von außen Druck ausgeübt: Aufgezwungene Disziplin ist niemals so effektiv wie die selbst auferlegte. Dies betrifft praktisch alle Bereiche des Lebens und dürfte auch dafür verantwortlich sein, dass mein Spruch "wenn ich etwas will, dann mache ich das einfach" auch so funktioniert, denn "einfach" ist es eben oft nicht. Man könnte es auch auf eine gewisse Portion Autismus schieben, wenn man so intensiv und lange an einem Problem sitzt, Lösungsidee um Lösungsidee versucht und verwirft, bis endlich irgendwann die richtige Lösung dabei ist. Da man dabei häufig jedes Zeitgefühl vergisst, merkt man die vielen Stunden gar nicht, die man so in das Problem investiert hat.

Leicht übergewichtige Frau im Securitydienst bei einem Volksfest

"Leicht" übergewichtige Frau im Securitydienst bei einem Volksfest

Selbst wenn dieser autistisch geprägte absolute Fokus nicht greift, gehen beim Umgang mit persönlichen, sagen wir mal Gelüsten die Persönlichkeiten stark auseinander. Wenn man solche Menschen sieht wie im Bild, dann muss man sich doch fragen, ob man wirklich jedem entstehenden Bedürfnis nachgehen muss.

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Jack-of-all-Trades

Im vorherigen Artikel habe ich die multiplen Intelligenzen umrissen und die Tatsache, dass ich mit Ausnahme von Interpersonell eigentlich in allen Gebieten gut ausgestattet bin. Das ist dann auch die richtige Stelle für einen kleinen Exkurs: Für einen Außenstehenden mag das so erscheinen, als würde ich mit meinen Fähigkeiten angeben, aber man mag es mir glauben oder nicht: Mein Leben wäre viel, viel einfacher wenn "Normalsein" eine Option wäre. Ich habe dann auch noch eine solch abartige Kombination von Faktoren erwischt, die meine Chancen einen ähnlichen Menschen auf der Straße zu treffen gefährlich nahe gegen Null rückt. Insofern ist das also weiter weg von Angeberei als man es sich vorstellen kann - eher ein Ruf nach einer Selbsthilfegruppe der Anonymen Multigenies oder so.

Das ist dann auch gleich das richtige Stichwort, denn Genialität und Spitzenleistungen gehören nicht in mein Metier. Es gibt in jedem Bereich immer mehr und besser. Selbst bei einem IQ von 140 ist unter 500 Leuten jemand dabei, der genausoviel hat und das ist ja nicht wirklich selten und ich glaube nicht mein Wert so hoch ist. Aber werfen wir einmal zusammen, was wir bisher schon hatten: INTJ, Introverted Intuition, Enneagramm 5 / 1 und eine breit gefächerte Multiple Intelligenz. Wenn wir das vierzig Jahre köcheln lassen, dann gibt das eine starke Suppe. Getrieben von Ni, saugt man ein Leben lang Informationen in sich hinein, quer durch alle Fachgebiete, immer auf der Suche nach neuem Input. Wenn man dann irgendetwas machen will, dann macht man das einfach. Es gibt natürlich Präferenzen - wenn die logisch-mathematische Seite so stark ist, ist man zu deterministischen Systemen hingezogen.

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Hochbegabung und multiple Intelligenz

Dieses Thema hat so direkt nicht unbedingt was mit INTJ zu tun, indirekt aber schon. Betrachten wir zuerst einmal die klassische Hochbegabung, die mit IQ-Tests gemessen wird. Wer dort mehr als 130 Punkte erreicht und damit zwei Standardabweichungen vom Normalzustand entfernt ist, gilt als Hochbegabt - das sind definitionsgemäß 2,27%. Wie zu erwarten, ist jetzt die Intelligenz nicht gleichmäßig über alle Typen verteilt. Bei INTJ und INTP (Einstein...) sind fast drei Mal so viele Hochbegabte zu finden als im Durchschnitt.

Das zweite Thema ist die multiple Intelligenz: Außer der klassisch mathematisch-logischen Intelligenz gibt es ein Modell mit acht oder mehr Intelligenzen in weitaus mehr Bereichen wie zum Beispiel Körperbeherrschung oder Musikalität.

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Enneagramm

Schon etwas mehr esoterisch angehaucht ist das Enneagramm als Persönlichkeitsmerkmal. Anders als MBTI beschreibt das Enneagramm neun verschiedene Motive, die das Handeln bestimmen. Die allermeisten INTJs sind hier als Typ 5, also Beobachter / Analyst einzuordnen, was auch zweifelsohne mein Hauptmotiv ist: analytisch, distanziert, abstrakt, im positiven erfinderisch, weise, tatkräftig und negativ leider auch isoliert, nihilistisch und exzentrisch. Dazu gehören meistens noch die sogenannten Flügel, also die benachbarten Typen 4 (Tragischer Romantiker, kreativ, natürlich, diszipliniert) oder 6 (Advokat des Teufels, treu, mutig, vertrauensvoll).

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Introverted Intuition

MBTI als Persönlichkeitsindikator basiert auf den Vorarbeiten von Carl Jung, und dieser hat jeder Persönlichkeit eine Reihe von Funktionen in absteigender Verwendung zugeordnet. Zugegebenermaßen ist das der Teil der Theorie über den man sich streiten kann, bei mir stimmen Theorie und Praxis aber völlig überein. INTJs und INFJs sind die Einzigen, die als primäre Funktion Introverted Intuition (Ni) haben. Diese Funktion ist der Grund was beide Typen so besonders (und selten) macht. Dieser Blog beschreibt diese (für den Rest der Welt eher seltsame) Funktion recht gut, also versuche ich mich an einer kommentierten Übersetzung.

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Warum mache ich das eigentlich?

2015 bin ich auf einer Dating-Seite durch Zufall auf vier Buchstaben gestoßen: "I am INTJ, and I like INTP" oder so. Neugierig wie ich nun einmal bin, musste ich das natürlich googeln und damit begann ein völlig neuer Trip in Sachen Selbsterkenntnis. Persönlichkeitspychologie ist in Deutschland weitgehend unbekannt, obwohl mir beim letzten City-Campus in Trier der Psychologieprofessor bestätigt hat, dass Big Five etabliert ist. Ob das auch für alle Feinheiten des Myers-Briggs-Modells gilt sei einmal dahingestellt, aber der Spruch auf www.16personalities.com trifft die Sache dann doch voll ins Mark:

“It’s so incredible to finally be understood.”
"Take our Personality Test and get a 'freakishly accurate' description of who you are and why you do things the way you do."
"Es ist so unglaublich, endlich verstanden zu werden" - Mache unseren Persönlichkeitstest und bekomme eine fast schon unheimlich genaue Beschreibung wer Du bist und warum Du die Sachen so machst wie Du sie machst.

Kurz und gut: Bei mir kam als Ergebnis: INTJ heraus. Jeder der vier Buchstaben steht für einen Persönlichkeitsaspekt, es gibt dazu irrsinnig viel Stoff zum Nachlesen, Wikipedia liefert wie immer einen guten Überblick.

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