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Stahlbearbeitung mit Sorotec Aluline

Als Portalfräse habe ich seit etwas über einem Jahr eine Sorotec Aluline 1110 und in den FAQ dazu steht, dass man damit auch Stahl und Edelstahl bearbeiten kann. Nach verschiedenen Versuchen will ich hier meine Erfahrungen dazu schreiben, denn die Antwort ist wie immer: Teils ... teils.

Einer der direkten Anlässe für den Kauf war das Problem, in einen Dunstabzugshaubenkamin aus 1 mm starkem 1.4310 Edelstahl Lüftungsschlitze für Umluft fräsen zu müssen. Jede Menge davon und jeder 6 mm breit. Mit einem kleinen Fräser herumzufahren kam nicht in Frage, das hätte viel zu lange gedauert, also fiel die Wahl auf einen 6 mm Fräser, einmal Rampe zum Eintauchen und dann wieder zurück, Schlitz fertig. Als Fräsmotor habe ich den vielfach eingesetzten Kress FME1050-P. Das Hauptproblem dabei ist, dass er laut Spezifikationen 5.000 bis 25.000 Umdrehungen pro Minute macht, wie alle Frequenzumrichter aber im unteren Bereich starke Drehmomentprobleme hat. Der erste Versuch war dann auch ein Desaster, aber hauptsächlich weil ich mich im Fräser vergriffen habe - ein VHM mit extrem scharfen Schneiden (35° Schneidenwinkel oder so) ist für Holz prima, aber Metall oder gar Edelstahl mag er gar nicht. Von der psychologischen Seite hatte ich erst einmal massive Selbstzweifel - hast Du hier viel Geld für etwas ausgegeben was überhaupt nicht funktioniert? - bis ich das mit dem Fräser gemerkt habe. Ich habe dann einen Fortis Alligator Inox Z4 bestellt, der kommt zumindest ansatzweise mit der Schnittgeschwindigkeit klar (Vc für austenitisch 110 m/min, bei d6 = 5.800 U/min), denn man muss schon etwas über die 5.000 Upm gehen damit der Schnitt nicht ruckig wird. Die Geräuschentwicklung war zwar fürchterlich und nach 20 Schlitzen musste der Motor eine Stunde abkühlen, aber getreu dem INTJ-Motto "get things done" hat diese Kombination den Job erledigt.

6 mm Alligator Inox in 1 mm Edelstahl

6 mm Alligator Inox in 1 mm Edelstahl

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3D-Druck

Im Moment habe ich einen kleinen Motivationshänger, deshalb schaue ich mehr fern als sonst. Zu einer Doku über 3D-Druck muss ich aber trotzdem meinen Senf dazugeben, denn einiges von dem was da gesagt wurde scheint mir weit hergeholt. Das der 3D-Druck Vorteile hat wenn es darum geht individuelle Produkte herzustellen und auch komplizierte Formen kein Problem sind und außerdem die erzeugten Teile sehr leicht sein können weil sich quasi organische Gitterstrukturen realisieren lassen ist klar. Das Airbus eine Türverriegelung in einem Teil druckt statt sie aus zwölf konventionellen Teilen zusammenzusetzen die noch dazu vier Kilo schwerer sind spricht für sich. Auf der anderen Seite haben die interviewten Personen aber teilweise Vorstellungen die etwas hoch gegriffen sind, so etwa dass sich das Volumen von 10 auf 300 Milliarden Dollar vervielfachen soll, dass Produkte virtuell vertrieben werden und vor Ort in Druckzentren produziert werden.

Für manche Sachen mag das gelten, für die Masse aber nicht. Eine Schraube kann man prinzipiell drucken, aber es ist viel, viel billiger und schneller diese von einer Maschine ausspucken zu lassen die diese entweder rollt, dreht, presst oder eine Kombination dieser Verfahren. Wenn ich ein Brett brauche, dann drucke ich mir das nicht sondern schneide mir das aus Plattenware. Nicht umsonst habe ich zwar einen 3D-Drucker den ich auch regelmäßig benutze, aber ich habe genauso eine Plattenfräse, Drehbank, Fräse, Kreissäge ... und ich überlege mir vorher welcher Fertigungsprozess für das benötigte Teil der Vorteilhafteste ist.

Massengefertigte und 3D-gedruckte Kabelklammer

Massengefertigte und 3D-gedruckte Kabelklammer

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S-Denken vs. N-Denken und große vs. kleine Firmen

Nach den letzten Posts kann man es sich schon fast denken, aber ich habe momentan so einen Fall von Motivationstief. Interessanterweise geht Tagebuch schreiben dann sehr gut und das hier ist ja nichts anderes. Ich kann noch von Glück sagen dass nicht alles schief gelaufen ist sonst wäre ich wohl auf Wochen unzurechnungsfähig, dieses Experiment hat tatsächlich funktioniert und illustriert eben sehr gut den Unterschied zwischen Sensor-(S) und Intuitiven (I) Typen.

Um zu verstehen worum es hier geht muss ich etwas ausholen: Bei Einbauspülbecken in Küchenarbeitsplatten gibt es zwei Möglichkeiten diese einzubauen: aufgelegt und flächenbündig, wo also kein Rand hervorsteht:

Flächenbündiger Einbau in Naturstein

Flächenbündiger Einbau in Naturstein

Das Problem dabei war jahrelang, dass dies nur in wasserfesten Materialien realisierbar war, denn dafür muss man einen Falz in die Platte fräsen und bei einer Spanplatte bekommt man die Schnittkante dann nicht dicht und sie quillt unweigerlich auf. Es gab Plattenhersteller, die Lösungen für werkseitig eingebaute Becken angeboten haben, aber diese waren teuer und auf die Becken beschränkt die diese im Sortiment hatten. Bis irgendwann jemand diese Idee hatte:

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Motivation Teil zwei

Es ist nicht allzuweit hergeholt wenn einer der Stereotype für INTJs "They get things done" ist. Wohl kaum ein anderer Typ ist so in der Lage, alleine sich eine kreative, durchdachte Lösung für ein technisches Problem auszudenken und diese dann komplett bis zum Ende hin zu realisieren, das steckt ja sozusagen schon in den Buchstaben: Introvertiert, iNtuitive (kreativ, zukunftsorientiert), Thinking (rational, technisch), Judging - geplant, organisiert. Die größte Herausforderung für INTPs ist es ihre Ideen (die potentiell noch besser/bahnbrechender sind als die der INTJs) dann tatsächlich in die Tat umzusetzen. Und ENTJ und ENTP brauchen und haben ein Team mit dem sie zusammenarbeiten. Für INTJs ist es grundsätzlich auch einfach sich zu motivieren, denn die Motivation liegt ja genau darin, das Problem zu lösen und eine funktionsfähige Lösung zu haben. Weil mein Blog sehr textlastig ist, zeige ich jetzt einfach mal ein paar Bilder der Inneneinrichtung meines Servicewagens.

Fahrzeugausbau innen

Fahrzeugausbau innen

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Fehlschläge

Um das ein für allemal klarzustellen: Ich bin manchmal genauso blöd wie alle anderen. Der Unterschied ist wahrscheinlich nur der, dass ich bei Sachen scheitere, die andere noch nicht einmal versuchen.

Selbstgebaute CNC-Steuerung

Selbstgebaute CNC-Steuerung

Eigentlich wollte ich am Sonntagnachmittag und -abend mit dem Umbau meiner Drehbank auf Frequenzumrichter vorankommen. In Wirklichkeit habe ich Fehler gesucht und gefunden und dabei festgestellt, dass ich ziemlichen Mist konstruiert habe.

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Tu was

Ein sehr häufig gebrauchter Spruch in Verbindung mit INTJs ist ja they get things done. Und gerade jetzt, wo ich in der Firma personell aufrüsten will wird mir wieder deutlich, dass das eben nicht der Normalzustand bei den anderen 15 Typen ist. Streng genommen besteht der Kontext aus einer Abfolge von verschiedenen Aktionen, die für mich ganz selbstverständlich sind:

  1. Problem erkennen
  2. sich zuständig fühlen
  3. Prioritisieren
  4. Problemanalyse
  5. Tu es und gib nicht auf
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nochmal Jack-of-all-Trades

Jetzt sind wir mal wieder gleich zwei Dinge passiert, die zeigen wie unterschiedlich kleine Firmen zu großen Firmen sind und wie sehr man als Tausendsassa oder Jack-of-all-Trades aus dem Rahmen fällt. Geschichte 1 geht um eine Dunstabzugshaube, die in der Ausstellung nicht in den dafür vorgesehenen Schrank passte und deshalb zur Gutschrift an den Hersteller zurückgehen sollte. Das ganze bekam ich zwar mit aber veranlasst hatte es jemand anderes. Wie es nicht anders hätte kommen können, hat derjenige nicht richtig aufgepasst und nicht gemerkt dass die Monteure die Haube nicht wieder richtig original verpackt hatten. Jedenfalls meldete sich dann einige Zeit später der Außendienst mit der Mitteilung, dass die Haube nicht gutgeschrieben werden könne, weil Sie an der Ecke beschädigt sei. Dann wollten Sie sie mir auch gar nicht erst wieder zurückschicken "weil das gegen die Qualitätsstandards sei, eine beschädigte Haube in Umlauf zu bringen". Ich musste da schon deutlicher werden von wegen mein Eigentum und so. Als ich das Teil dann endlich wieder hier hatte, erwartete ich verknautschtes Metall und abgeblätterte Farbe und wollte sehen was ich noch retten kann um keinen Totalverlust zu haben. Stattdessen sah es so aus:

Dunstabzugshaube mit Transportschaden

Dunstabzugshaube mit Transportschaden

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Stephan vs. PrusaI3Mk2 vs. NinjaFlex

Ein Hintergedanke beim Kauf des 3D-Druckers war die Möglichkeit, mit verschiedensten Materialien zu drucken, abhängig vom Einsatzzweck. Ein Filament mit besonderen Eigenschaften ist NinjaFlex mit einer Shore-Härte von 95A sehr elastisch und damit bestens geeignet für Dichtungen, Gummifüße und so weiter. Die Tatsache, das das Material komprimierbar ist, macht die Verarbeitung aber auch sehr heikel. Hier vier Probestücke und die Geschichte dazu:

NinjaFlex Probestücke

NinjaFlex Probestücke

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Neuronale Netze

Auch wenn ich keine Zeit dafür habe, muss ich diesen Artikel dann doch schreiben. Wie schon gesagt, gibt es eine biologische Grenze, wieviel man aktiv in einer Woche arbeiten kann. Darüber hinaus kann man aber noch passive Sachen machen wie lesen oder Youtube-Videos schauen. Der Algorithmus hat mir jetzt ein höchst interessantes Video über neuronale Netze vorgeschlagen:

Das ganze hängt zusammen mit einem Projekt, was ich in meinem vorherigen Artikel gar nicht erwähnt habe weil ich es nicht weiter verfolgt habe. Aber nur aufgrund der Zeit-/Nutzenrelation, extrem interessant ist das Thema schon.

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Dauerinput

Klar, INTJ sind nicht als besonders soziale Zeitgenossen bekannt und Weihnachten ist ja gerade die Zeit sozialer Zusammenkünfte. Ich habe ja glücklicherweise die Gabe einer ausgeprägten Selbsterkenntnis und konnte dieses Jahr ein paar erstaunliche Details bei mir erkennen. Ich habe einen kleinen Neffen, der jetzt zwei Jahre alt wird. Dieser ist - wie wohl die meisten Zweijährigen - nicht still auf seinem Stuhl zu halten, sondern rennt in der ganzen Wohnung herum, fasst alles an (vor allem alles, was nach Auto aussieht) und wehe, man nimmt es ihm weg, dann fängt das große Geschrei an. Als Folge darf er das alles. Klar, Zweijährige sind mitten dabei, ihre Umgebung kennenzulernen und mit ihr zu interagieren.

Was mir jetzt dabei aufgefallen ist: Mir geht das eigentlich genauso, nur im Gegensatz dazu darf ich das nicht, sondern muss eben still auf meinem Stuhl sitzen und mir das Geschwätz der Erwachsenen anhören. Jetzt mal ganz böse formuliert. In dem Punkt unterscheiden sich wohl INTJs nicht von Zweijährigen: Auch wir benötigen einen mentalen Dauerstimulus, und Konversation über in unseren Augen nicht interessante Themen gehört einfach nicht dazu.

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Oculus Rift

Ich hatte mir vor einiger Zeit einen PC selbst zusammengebaut, um Hauptwerk, speziell die Rotterdamer Orgel darauf laufen lassen zu können, was bedeutete ein besonders leises Gehäuse/Kühler, einen I7 4790K und 32GB RAM. Als ich dann über den Microsoft Flugsimulator gestolpert bin, habe ich in den Computer dann auch noch eine ordentliche Grafikkarte (Geforce 1070 mit 8GB) eingebaut. Auf den Werbeseiten des Grafikkartentreibers war von VR Spielen die Rede, deshalb hatte ich in der Folgezeit immer mal wieder ein Auge darauf. Mehr oder weniger ungezielt habe ich mich Ende November dann entschlossen eine Oculus Rift zu kaufen, in Verbindung mit The Climb.

Virtual Reality Erlebnis

Das erste Fazit: VR ist einfach nur cool. Als ich für die Weihnachtseinkäufe in Trier war, habe ich mich wirklich gewundert, warum die Kunden in den Mediamärkten die Dinger nicht palettenweise raustragen - stattdessen sind die Brillen noch nicht im Massenmarkt angekommen. Dabei ist die Oculus Rift schon ziemlich ausgereift und mit 449€ auch erschwinglich, ein guter Monitor kostet ja in etwa genauso viel. Bei der Einrichtung habe ich mich erstmal selbst ein paar Tage blockiert, denn ich habe an der Grafikkarte den HDMI-Ausgang nicht gefunden und dachte, diese hätte vier Displayports. Erst nachdem der neu bestellte HDMI-auf-Displayport-Adapter nicht funktioniert hat habe ich mir die Beschreibung nochmal durchgelesen und festgestellt, das sich hinter dem dritten gleich aussehenden Stopfen der Grafikkarte tatsächlich ein HDMI verbirgt. Die Einrichtung war dann ziemlich problemlos und schon die Einführung ist einfach nur cool: Die Touchcontroller werden als die virtuellen Hände dargestellt, sie sind genau da wo die Hände sein müssten und machen auch genau das was die Hände machen - greifen, zeigen ... Und alles noch in 3D.

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Stoppwirkung

Angesichts des Anschlags vor einem Jahr auf den Weihnachtsmarkt werden jetzt alle Weihnachtsmärkte mit Strassensperren versehen:

Strassensperre der Polizei

Strassensperre der Polizei

Leider ist das primäre Ziel dieser Straßensperre nicht das, eine effektive Straßensperre zu sein, sondern den Besuchern ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln.

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Blöder Perfektionismus

Ich weiß auch nicht, ob ich nicht die übelste mögliche Kombination der Persönlichkeitsmerkmale erwischt habe: Die analytisch-logische Seite des INTJ verbunden mit der Hartnäckigkeit des Perfektionisten (Enneagramm 1). Übel im Sinne von: So blöd ist niemand sonst. Jedenfalls fühlt sich das in diesen Tagen wieder mal so an. Beispiel 1: Dieses Foto

Mein Prusa I3 Mk2

Mein Prusa I3 Mk2 mit verschiedenen Änderungen, fotografiert mit drei Blitzen

Wie bei vielen anderen Dingen auch, die ich so produziere, hat dieses Foto auch wieder gleich zwei Verwendungszwecke, das ist einfach effizienter: zum einen das Foto als solches, zum anderen den abgebildeten 3D-Drucker. Nachdem ich letzteren aus dem gleichen Grund besprechen wollte und ich das Potential für ein gutes Foto gesehen habe, wollte ich auch ein solches machen. Sich hinstellen und mit dem Handy einmal Click machen hätte 5 Sekunden gedauert. Dieses Foto so etwa 4 Stunden.

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Reparatur statt neu

Aus der Reihe: man kann fast alles reparieren. Da ich ja gegen die Verschwendung von Resourcen und die Wegwerfgesellschaft bin liegt das auch nahe, auch wenn es heutzutage aus Zeitgründen niemand macht. Die Außenstrahler gingen nicht mehr, was angesichts der neuen Funktionsweise als Unterwasserstrahler auch nicht sehr verwunderlich war:

Unterwasserstrahler ...

Unterwasserstrahler ...

Jeder normale Geschäftsmann hätte die Dinger verschrottet und neue gekauft, aber dafür ist unsereins zu sparsam.

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Man mache sich sein Werkzeug ...

Selbermachen hat schon was ... ich brauchte einen 10° Winkelfräser, hatte aber keinen (wenn es überhaupt einen zu kaufen gibt). In alter Handwerkstradition macht der Handwerker sich dann seine Werkzeuge halt selbst. Die Materialfrage war recht einfach: Silberstahl (115 CR V3) kann man mit normalem Werkzeug bearbeiten und einfach härten.

10° Winkelfräser

Selbstgemachter 10º Winkelfräser

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