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Dampf ablassen

Ich rege mich ja normalerweise nie auf ... aber heute muss ich einfach mal so richtig Dampf ablassen. Wenn jeder um einen herum richtig viel Bockmist baut, aber Stephan mal wieder dafür bezahlen muss ... hier also Schlagworte und wütende Absätze.

Kulturschock

Meistens fühle ich mich ja wie ein gestrandeter Außerirdischer: In meinem ganzen Umfeld gibt es niemanden, der auch nur annähernd so ist wie ich. Jetzt zappe ich mich einmal durchs Fernsehprogramm, stoße auf eine Reportage zum neuen Bosch-Forschungszentrum in Ehingen und auf einmal sehe ich überall meine Doppelgänger herumlaufen. Die ganze Bude auf zwölf Etagen ist voll davon, und jeder der in dem Beitrag zu Wort kommt ist ein Doktor der Physik, Informatik oder Chemie. Voll krass und voll der Kulturschock. Da fragt man sich schon, ob ich mich für den richtigen Karriereweg entschieden habe ...

Macht Eins

Ich habe es in meinem Text zum Mobbing angerissen: Wenn ich mir damals in meiner Hilflosigkeit etwas gewünscht habe, dann einmal am längeren Hebel zu sitzen und die anderen vor mir um Gnade winseln zu lassen. Dummerweise klappt das jetzt immer noch nicht. Ich hätte mich auch nicht für eine Firma entscheiden sollen, deren Neukundenaquise fast zu 100% von Weiterempfehlungen zufriedener Kunden abhängig ist. Da kann man es sich nicht einfach mal so erlauben jemanden abblitzen zu lassen, der vehement verlangt die Restarbeiten sofort gemacht zu bekommen auch wenn mein Montageteam keine Zeit dafür hat und meine eigene Zeit für die nächsten zwei Wochen genauso voll verplant ist. Und es hilft auch nicht wenn ich nicht nur einfach "nein" sage, sondern auch noch erkläre, warum.

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Depression

Nun zu einer der Schattenseiten eines Enneagramm 5-1 INTJ. Es trifft mich gottseidank nur selten, aber Depressionen sind nicht schön. Gerade der Perfektionismus des Enneagramm 1 ist besonders dafür anfällig, wenn eben Dinge nicht mehr perfekt sind, was schon durch natürlichen Gebrauch passiert. Anders gesagt: Als Kleinkind konnte ich es nicht haben, wenn die Kette der Würstchen zerschnitten wurde, oder etwas aus dem Laden getragen wurde. Solange man sich in einem gesunden Gleichgewicht befindet, kann man damit noch gut leben, aber in einer depressiven Phase ziehen einen solche Dinge immer noch ziemlich runter. Klar, ich passe auf meine Sachen auf damit sie eben möglichst keine Gebrauchsspuren bekommen, aber ganz vermeiden lässt sich das nicht. Im gesunden Zustand kann man auch gut damit leben, denn wenn erst mal zwei Schrammen in etwas drin sind, ist die dritte nicht mehr tragisch. Es gehört zu den ungelösten Problemen, die ich mit mir herumtrage. Man hat ja auch Gebrauchsspuren am eigenen Körper, und da kann man ja auch nichts dran machen. Oder nehmen wir unsere 5'' Dampflokomotive: Wir sind ja schon einige Kilometer damit gefahren und jetzt stellt sich heraus, dass nicht alles auch für längeren Gebrauch konstruiert ist. Vieles ist einfach gleitgelagert und diese Lager schlagen sich auch aus, so dass die ganze Steuerung immer mehr Spiel bekommt. Das kann man zwar alles mit mehr oder weniger Aufwand wieder in Ordnung bringen (aufbohren und Lagerbuchsen einsetzen) und hält auch noch eine Weile so, ist aber eben auch nicht für die Ewigkeit gemacht. Das macht einem Perfektionisten schon ziemlich zu schaffen, wenn trotz aller Bemühungen der Verschleiß schneller ist als die Reparaturen.

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Mobbing

Heute (28.08.2019) in den Tagesthemen: ein Beitrag zum Thema Mobbing in der Schule. Angesichts der Tatsache dass es die Außenseiter trifft - dürfte es niemanden wundern wenn ich sage dass ich auch genug davon abbekommen habe. Was mich aber sehr erstaunt ist das Studienergebnis, dass 80% der Mobbingopfer Selbstmordgedanken hegen. Ich kann das jetzt nur aus meinen Erfahrungen sagen aber ich kenne das Wir-nehmen-dir-die-Mütze-weg-und-werfen-sie-im-Kreis-herum Spiel ziemlich gut, da kann ich mich noch gut daran erinnern, das muss in der Grundschule gewesen sein. Ich hätte auch angezündete Schnürsenkel, die Sache mit dem Messer und der Hand (der Feigling hat sich nicht getraut zwischen die Finger zu stechen, haha) und noch ein paar andere Episoden anzubieten. Ich war dann auch mehrfach gezwungen der Sache etwas deutlich Einhalt zu gebieten als wesentlich jüngere Kinder dachten sie könnten da auch mitmachen. Blöde Idee wenn das Opfer stärker ist als man selbst und man allein ist. Ja, ich habe mich ein paar mal geprügelt, aber immer nur in Notwehr. In der Grundschule hatte ich ja außerdem noch das Handicap, dass ich so ziemlich eines der jüngsten Kinder war und damals war ich genauso schmächtig wie heute. Aber ich denke auch, dass der Spruch "was einen nicht umbringt das macht einen härter" auch stimmt. Es gab in der Klasse einen ziemlich großen und kräftigen Jungen der mich auch zur Zielscheibe erklärt hat. Ach so, die Bücher sind zwar schon ziemlich alte Schinken, aber "Fury" sollte auf den Index der jugendgefährdenden Schriften. Joes Kinnhaken haben meinem Bruder ein Stück Zahn gekostet und bei besagtem viel größeren, aggressiveren und kräftigeren Jungen habe ich den Mut der Verzweiflung zusammengenommen und ihn mit einem Schlag in den Magen umgehauen als er mich mal wieder herumschubsen wollte. Danach hatte ich meine Ruhe.

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Ich will kein Unternehmer sein

Jemand hat mir wärmstens "Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer" von Stefan Merath empfohlen. Ich kann darüber jetzt keine Kritik schreiben weil ich das Buch dann nicht gekauft habe, aber vom Klappentext und einer Hörprobe kann ich sagen, dass ich kein Unternehmer werden will. Eines der Hauptthemen in dem Buch scheint zu sein, dass der Selbstständige sich um seine Kernaufgabe und jede Menge anderer Dinge kümmert, dies aber auf Dauer nicht mit dem Wachstum der Firma zum Unternehmen vereinbar ist. Irgendwann soll man dazu übergehen, wie ein Unternehmer zu denken und zu handeln.

Ich glaube mittlerweile sagen zu können, dass es nicht so einfach ist und das man vor allem auch die Persönlichkeit der jeweiligen Person in Betracht ziehen muss. Ich finde jetzt den Link leider nicht mehr, aber irgendwo im Netz kursiert ein Ausschnitt der US-Serie "Shark Tank" wo ein Bilderbuch-INTP auftritt. Der hat etwas tolles erfunden, aber anstelle es zu vermarkten (und vielleicht damit reich zu werden) will er einfach nur weiter erfinden. Für mich gilt mehr oder weniger das Gleiche in einem anderen Zusammenhang. Meine Firma hat jetzt plus/minus 10 Arbeitsstellen (Unternehmerfamilie mitgerechnet). Das dürfte als Unternehmensgröße genau der Sweet Spot zu sein wo ich auf der einen Seite meine Persönlichkeit verwirklichen kann und auf der anderen Seite der Gewinn maximiert wird. Ich bin ja bekanntermaßen ein Jack-of-all-Trades oder Scannerpersönlichkeit oder Polymath oder wie immer man es nennen will. Obwohl es meistens mit P(erceiver)-Typen in Verbindung gebracht wird, kommt das auch bei INTJs vor, die Motivation ist nur eine andere: Meine Neugier, die ja die Grundlage für das Erlernen neuer Fähigkeiten bildet ist in der Regel zweckgebunden. Dazu gibt es ein schönes Zitat von Adam Savage: "Man kann Elektronik lernen indem man sich ein Buch kauft und nach den Lektionen Relais, LEDs und Widerstände zusammenlötet. Man kann sich aber auch gleich ein ganzes Cockpit eines Millenium Falcon nachbauen."

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Völliger Blödsinn

Eigentlich sind es ja die INTPs die dafür berüchtigt sind alles auf ihre logische Konsistenz zu hinterfragen, aber ich kann das auch. Eben den Firm "Jack Ryan: Shadow Recruit" gesehen und dann musste ich mittendrin abschalten weil es mir zu blöd war. Die Story läuft nach dem üblichen Muster: CIA Analyst wird auf einmal in Feldarbeit hineingezogen, die Verlobte lenkt den Bösewicht im Restaurant ab während er in dessen Büro einbricht und die Daten stiehlt. Das ging ja noch. Dann killt der Bösewicht seinen Sicherheitschef weil der ihn kritisiert dass er sich von Wodka und Frauen hat ablenken lassen - dabei war das ein wirklich kompetenter Typ, das ist schon ziemlich Blödsinn und jeder INTJ weiß wie schwer es ist kompetente Leute zu finden und dann die im kritischen Moment der Operation zu killen ist nun wirklich hirnverbrannt. Aber es kommt noch besser: Der Bösewicht entführt die Verlobte (wie soll das gehen wenn mein Sicherheitsapparat jetzt auf einmal führungslos ist?) und es kommt zum berühmten Telefonat zwischen dem Bösewicht der mit dem Auto auf der Flucht ist und Jack Ryan im Verfolgerfahrzeug. Er droht die Verlobte zu foltern und zu töten wenn er die Daten nicht zurückbekommt. ABER BITTE WIE SOLL DAS GEHEN WENN MAN GERADE IM AUTO WEGRAST????? Da muss man erst mal einen Treffpunkt aushandeln wo man das übergeben soll, vorher ist das doch völliger Blödsinn die Geisel zu töten.

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Jetzt sogar in der Zeitung

Ich musste mir jetzt doch tatsächlich die Augen reiben: In unserer Tageszeitung war doch tatsächlich ein Artikel (wenngleich Agenturmaterial und dann noch aus einer Zeitschrift abgeschrieben), dessen Inhalt mir sehr bekannt vorkommt:

Artikel im Trierischen Volksfreund vom 3.8.2018

Artikel im Trierischen Volksfreund vom 3.8.2018

Über den Inhalt lässt sich streiten, das Thema ist viel zu komplex für die paar Zeilen, aber immerhin - bisher war dieses ganze Themengebiet in Deutschland praktisch völlig unbekannt, vielleicht ändert sich das ja in der Zukunft. Es wäre doch sehr vorteilhaft, gerade für die Menschen die eben nicht der Handvoll häufigsten Typen angehören und einfach anders denken als der Rest.

Karteileiche

Soll ich das jetzt öffentlich schreiben oder nicht? Ich mach es einfach mal, weil damit mal wieder Weisheiten verbunden sind die möglicherweise anderen helfen können. Ich bin mittlerweile so lange bei EDarling angemeldet, dass ich die Mitleids-Mitgliedschaft bekommen habe, einen uneingeschränkten, kostenlosen Premiumzugriff mit dem ich Nachrichten schreiben und lesen kann. Wie ich ja schon häufiger geschrieben habe, ist bei den Online-Börsen ja im Normalfall nichts dabei was in mein Raster bezüglich Attraktivität fällt. Profile ohne Text, Profile ohne Bild, davon gibt es genug. EDarling funktioniert ja so, dass man gewisse Suchkriterien angibt und dann bekommt man regelmäßig neue Vorschläge, eine Vollsuche in der Datenbank gibt es nicht. Die Entfernung hat sich mittlerweile von alleine auf 480km verstellt (näher dran sind ihnen wohl die Vorschläge ausgegangen), ansonsten habe ich außer dem Alter und Nichtraucher keine Vorgaben gemacht. Der große Vorteil von EDarling ist der, dass es einen Big5/MBTI-ähnlichen Test gibt und man die Ergebnisse des Nutzers auch sieht und hoppla, auf einmal bekam ich einen Vorschlag mit dieser Persönlichkeit:

Persönlichkeitsprofil bei EDarling

Persönlichkeitsprofil bei EDarling

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S-Denken vs. N-Denken und große vs. kleine Firmen

Nach den letzten Posts kann man es sich schon fast denken, aber ich habe momentan so einen Fall von Motivationstief. Interessanterweise geht Tagebuch schreiben dann sehr gut und das hier ist ja nichts anderes. Ich kann noch von Glück sagen dass nicht alles schief gelaufen ist sonst wäre ich wohl auf Wochen unzurechnungsfähig, dieses Experiment hat tatsächlich funktioniert und illustriert eben sehr gut den Unterschied zwischen Sensor-(S) und Intuitiven (I) Typen.

Um zu verstehen worum es hier geht muss ich etwas ausholen: Bei Einbauspülbecken in Küchenarbeitsplatten gibt es zwei Möglichkeiten diese einzubauen: aufgelegt und flächenbündig, wo also kein Rand hervorsteht:

Flächenbündiger Einbau in Naturstein

Flächenbündiger Einbau in Naturstein

Das Problem dabei war jahrelang, dass dies nur in wasserfesten Materialien realisierbar war, denn dafür muss man einen Falz in die Platte fräsen und bei einer Spanplatte bekommt man die Schnittkante dann nicht dicht und sie quillt unweigerlich auf. Es gab Plattenhersteller, die Lösungen für werkseitig eingebaute Becken angeboten haben, aber diese waren teuer und auf die Becken beschränkt die diese im Sortiment hatten. Bis irgendwann jemand diese Idee hatte:

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Motivation Teil zwei

Es ist nicht allzuweit hergeholt wenn einer der Stereotype für INTJs "They get things done" ist. Wohl kaum ein anderer Typ ist so in der Lage, alleine sich eine kreative, durchdachte Lösung für ein technisches Problem auszudenken und diese dann komplett bis zum Ende hin zu realisieren, das steckt ja sozusagen schon in den Buchstaben: Introvertiert, iNtuitive (kreativ, zukunftsorientiert), Thinking (rational, technisch), Judging - geplant, organisiert. Die größte Herausforderung für INTPs ist es ihre Ideen (die potentiell noch besser/bahnbrechender sind als die der INTJs) dann tatsächlich in die Tat umzusetzen. Und ENTJ und ENTP brauchen und haben ein Team mit dem sie zusammenarbeiten. Für INTJs ist es grundsätzlich auch einfach sich zu motivieren, denn die Motivation liegt ja genau darin, das Problem zu lösen und eine funktionsfähige Lösung zu haben. Weil mein Blog sehr textlastig ist, zeige ich jetzt einfach mal ein paar Bilder der Inneneinrichtung meines Servicewagens.

Fahrzeugausbau innen

Fahrzeugausbau innen

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Sigma Alpha

Heute hatte ich mal wieder ein 1a Beispiel dafür, was es bedeutet, ein INTJ zu sein der sich in der sozialen Struktur als Sigma Alpha (Sarah Reynolds: The elusive Sigma Male und the Mysterious Sigma Female) einsortiert. Mein Onkel ist ein Fan von alten Flippern und vor mittlerweile neun Jahren oder so hat ihm ein Händler einen geliehen damit er diesen im Simulator nachbauen kann. Seitdem stand er bei uns im Lager. Nachdem da so viel Zeug steht habe ich mal freundlich nachgefragt ob dieser auch mal wieder abgeholt wird und heute sollte das dann der Fall sein. Es kam dann ein älterer Herr mit einem gemieteten Sprinter und sonst - nix. Er hatte wohl kurz vor Trier einen Defekt an seinem Wagen und musste einen Mietwagen nehmen. Warum er dann sein Werkzeug nicht umgeladen hat weiß ich nicht, jedenfalls ist er sozusagen nackt hier aufgetaucht. Er hatte dann auch von Flippern nicht viel Ahnung und mein Onkel (ENFJ) hat mit ihm dann viel geredet während es darum ging das Ding zu verladen. Ich hatte im Lager zu tun und wollte mich eigentlich da heraushalten. Eigentlich …

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Ich krieg die Krise

Jetzt liege ich nachts im Bett wach, nachdem ich The Toymakers gelesen habe, das Buch nimmt einen seltsamen Verlauf, der für mein ohnehin angeschlagenes Seelenleben nicht gerade förderlich ist. Ich habe jedenfalls eine Handfeste Krise, die mit einem Wort zu beschreiben ist: ZEIT. Oder der Mangel derselben.

Es ist wahrlich ein Fluch, ein annähernd hochbegabter INTJ mit Enneagramm 5-1 zu sein. Als INTP zum Beispiel wächst man damit auf, viel mehr Ideen zu haben und nur einen Bruchteil davon überhaupt realisieren zu können. Für diese ist eher das Problem dass sie mit der Umsetzung gar nicht erst anfangen oder auf halber Strecke aufgeben weil es den Erwartungen nicht entspricht. Ich hingegen bin gerade in meiner persönlichen Hölle gefangen: Ich habe eine viel zu lange Liste von Sachen die ich machen oder verbessern will. Da sind schon ambitionierte Sachen dabei, aber das schlimmste ist: Das Problem ist nicht das WIE, sondern das WANN. Der Perfektionismus treibt mich dazu, das was ich mache auch so gut zu machen wie ich es hinbekomme. Das ist gut, weil das eben schon ziemlich perfekt ist und man bei etwas was ich gemacht habe kaum etwas finden kann was man besser machen könnte (wenn überhaupt, dann habe ich das auch schon gesehen und es steht auf der zu verbessern - Liste) und - das ist der besondere Clou - meistens sind auch alternative Verwendungsmöglicheiten bereits eingeplant indem die Lösungen flexibel genug sind obwohl sie das für den eigentlichen Zweck gar nicht sein müssten.

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Wahrnehmung und Aufnahmefähigkeit

Hier will ich mal einen Punkt beleuchten, der mir immer wieder auffällt: Meine Wahrnehmungsfähigkeiten scheinen von denen der meisten anderen Menschen auch deutlich abzuweichen. Heute war mal wieder das Kugellager der Förderschnecke unserer Heizung kaputt und es kam die Diskussion auf, ob man sich so ein Teil nicht auf Vorrat legen sollte. Das geht alle paar Jahre mal kaputt. Auf die Frage ob ich das denn selbst austauschen könnte (bisher hat das die Heizungsfirma gemacht) ist meine Antwort einfach: "Ja klar, ich habe ja mal gesehen wie das gemacht wurde". Ich habe schon von Kind an immer den Arbeitern zugesehen und was ich einmal gesehen habe kann ich im Normalfall auch nachmachen. Die Arbeitsschritte müssen schon mächtig kompliziert sein damit das nicht so einfach geht. Ich gehe einmal in die Woche in die Tanzschule und da wird das offensichtlich: während ich den Schritt schon nach ein, zwei Versuchen kann brauchen die anderen im Kurs viel, viel länger. Das ganze hängt wohl von zwei Faktoren ab: zum einen zu sehen, was da passiert und sich das zum anderen merken zu können. Beides scheint mir auch stark von der Primärfunktion der INTJs (Introverted Intuition) begünstigt zu sein. Es wurde gesagt, das Introvertierte die Welt anders wahrnehmen als Extrovertierte, das diese die besseren Beobachter seien. Auf der anderen Seite hat in einer Fernsehserie einer der Beteiligten verraten das er autistisch ist - mit den damit verbundenen Nachteilen - sich aber deshalb besonders gut Details merken kann. Introverted Intuition kann man sich so vorstellen das alle Informationen in einem Netzwerk gespeichert werden und zwar so, dass sie Sinn ergeben. Deshalb können wir auch Inkonsistenzen so schlecht ab: Wenn ein dickes Brett zu bohren lange dauert, muss ein extra dickes Brett extra lang brauchen sonst ist da etwas faul. Die Information wird also multidimensional abgelegt: Nicht in einfachen Paaren wie Brettdicke und Bohrzeit, sondern auch den Quervergleich Brettdicken untereinander und der Bohrzeiten untereinander. Und diese Matrix wird dann wiederum mit anderen Arbeitsschritten quer verknüpft.

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Diktatur der Mehrheit

Nachdem sich das jetzt nahezu parallel in verschiedenen Ländern der Erde wiederholt muss ich mal über die dunkle Seite der westlichen Demokratie schreiben: ein Phänomen, was man als "Diktatur der Mehrheit" beschreiben könnte. Die Idee ist nicht von mir sondern von dem Autor James Galloway (Fel) in der Geschichte "Earth Bond" niedergeschrieben. Es geht darin um eine Insel auf der fünf verschiedene intelligente Drachenarten leben: Erddrachen, Wasser, Wind, Feuer und Himmelsdrachen. Die ersten stehen im Fokus der Geschichte: sie können anders als die anderen nicht fliegen und haben auch keine Magie, sondern stehen auf Technologie (sie infiltrieren als Agenten die Menschen um sie zu beobachten und das Geheimnis der Dracheninsel zu wahren) und haben auf der Insel auch eine fortgeschrittene Infrastruktur aufgebaut. Die Drachen werden von einem Council regiert in dem jede Spezies zwei Mitglieder hat und - man kann es sich schon denken - Erd- und Wasserdrachen werden von den anderen drei regelmäßig überstimmt als die Himmelsdrachen die Insel wieder zurück in die Steinzeit werfen wollen und dabei profitieren dass die Feuerdrachen für alles stimmen solange sie Football sehen können und die Winddrachen sich den dreckigen, erdgebunden Drachen überlegen fühlen.

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Attraktivität

Ich bin da gerade einer ziemlich tiefen Weisheit auf der Spur. Etwas das eigentlich ziemlich simpel ist, trotzdem scheint so gut wie niemand auf diese Erkenntnis gestoßen zu sein. Und zwar: Wie funktioniert Attraktivität eigentlich? Da ist immer die Rede von Liebe auf den ersten ... zweiten Blick, aber genaueres habe ich da auch noch nicht gefunden. Da ja MBTI eines meiner Steckenpferde ist und ich über eine reichlich hohe intrapersonelle Intelligenz verfüge (also Selbstbeobachtung und Selbsterkenntnis) sind mir ein paar Sachen aufgefallen. Es gibt zwei Hauptfaktoren die darüber entscheiden ob man jemanden attraktiv findet. Ich fange mal mit dem weniger offensichtlichen an: Es ist tatsächlich der Persönlichkeitstyp. Es ist kein Wunder, dass sich immer wieder die gleichen Typkombinationen finden. Für mein Beispiel (INTJ) tauchen regelmäßig INTP, INFJ, INTJ, ENTJ und ENFP als mögliche Kombinationen auf, jedenfalls wenn die Beziehung ausbalanciert ist. Bei einseitig dominanten Beziehungen kommen dann ein paar S-Typen dabei. Jetzt kommt nicht jeder dieser Typen für jeden in Frage, dafür sind die Menschen zu verschieden. Meine letzte Erkenntnis ist das INFJ und INTP wohl für mich die besten Treffer wären weil diese Extroverted Feeling und damit die Ausstrahlung haben die ich im Moment am attraktivsten finde.

Das diese Kombination der Persönlichkeitstypen entscheidend ist für die Tatsache ob man sich gut versteht zeigt sich schon alleine daran das man bei einer passenden Kombination auch schnell eine Freundschaft aufbaut, unabhängig von der sexuellen Anziehung. Dazu gehört auch eine gewisse Überlappung bei den Interessen. Diese Verbundenheit auf dem Persönlichkeitslevel dürfte das sein, was so oft als "Liebe auf den zweiten Blick" zitiert wird.

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Partnersuche und Partnerschaft

Ich habe ein GeoWissen Sonderheft zum Thema Liebe in die Finger bekommen. Zum einen waren da sehr interessante Erkenntnisse enthalten, wie zum Beispiel dass es zwischen den Partnern eine grundsätzliche Ähnlichkeit und Verständnis geben muss, damit eine Beziehung funktioniert. Andererseits mache ich auf meinem Online-Profil wohl alles falsch, weil ich dort jede Menge geschrieben habe und auch beim Anschreiben regelmäßig mehr als die empfohlenen 250 Zeichen verwendet habe. Andererseits habe ich in den letzten Jahren genug zum Thema Persönlichkeiten gelernt um es einfach satt zu sein mich zu verstellen, vorzugeben jemand anderes zu sein als ich bin. Schon alleine weil ich furchtbar schlecht darin bin. Ja, ich lese gerne und bin auch eloquent. Der typische Artikel hier hat so 6.000 Zeichen und das ist ein Umfang der sich noch wirklich gut liest. Ich lese auch die Dossiers in der ZEIT und die sind um ein Vielfaches länger. Ganz zu schweigen von der Romanreihe Tarrin Kael von Fel - das ist eine wahrhaft epische Fantasy-Geschichte mit 3,5 Millionen Wörtern. Zugegeben brauche ich dafür ein paar Wochen, das geht dann nicht mehr auf einen Nachmittag.

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